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Geschichte des Radsports

1817

Karl von Drais erfand im Jahre 1817 das einspurige Fahrrad. Dabei saß der Fahrer auf einem hölzernen Gestell das sich zwischen zwei Rädern befand und musste sich zur Fortbewegung mit den Füßen abstoßen. Karl von Drais nannte aus diesem Grund sein Fahrrad eine „Laufmaschine“.

1864

Pierre Michaux entwickelte im Jahre 1864 für die Laufmaschine, die Karl von Drais 1817 erfand, den Pedalantrieb. Fahrten auf dem so genannte Veloziped, das aus fortbewegungstechnischen Gründen mit einem sehr großen Vorderrad ausgestattet war, waren jedoch in vielen Städten verboten. In Köln galt dieses Verbot bis 1894.

1869

Erstmalig fand in diesem Jahr ein Fahrradrennen statt. Es verlief über 123 km und ging von Paris nach Rouen.

1884

John Kemp Starley entwickelte im Jahre 1884 das Rover Savety Bicycle. Dieses Fahrrad verfügte erstmalig neben dem bereits von Michaux 1864 entwickelten Pedalantrieb über einen einseitigen Kettenantrieb des Hinterrades.

1888

Der schottische Tierarzt John Boyd Dunlop erfand 1888 den Luftreifen. Bis zu diesem Zeitpunkt verfügten Fahrräder entweder über Eisen- oder seit 1865 über Gummireifen.

1896

In diesem Jahr wird der Radsport olympisch.

1900

Die Union Cycliste Internationale wird als internationaler Radsportverband am 14. April 1900 in Paris gegründet.

1903

Die erste Tour de France führte Radfahrer durch Frankreich. Im Rahmen von 6 Etappen bewältigten die Teilnehmer 2428 km mit einer, für die damaligen Verhältnisse erstaunlichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 26 km/h.

1907

Im Jahr 1907 wurde die erste 2-Gang Schaltung von Fichtel und Sachs auf dem deutschen Markt vorgestellt.

1910

Schon zu dieser Zeit fuhren die Teilnehmer eines Radrennens nicht in Nationalmannschaften, sondern in Firmenteams, wie dies heute noch ein übliches Vorgehen darstellt. Damit wurde der Radsport zu einer Sportart bei der das systematische Sponsoring bereits sehr früh eingesetzt wurde.

1932

Der Franzose Charles Mochet entwickelt das Velocar, das erste Liegefahrrad.

1935

Das Sechstagerennen wurde in Deutschland als „sportunwürdiges Spektakel“ bezeichnet und die Durchführung daraufhin verboten.

1955

In diesem Jahr fanden im Radsport die ersten Dopingkontrollen statt.

1973

Die Geburtsstunde des Mountainbikes kann auf das Jahr 1973 datiert werden. Die Radsportler Gary Fisher, Joe Breeze und Charles Kelly benutzten zu dieser Zeit Fahrräder der Marke Schwinn Cruiser, die sich durch eine stabile Bauart und dicke Ballonreifen auszeichneten, um die Schotterpisten des Mount Tamalpais herunter zu fahren. Da die Schwinn Cruiser sehr schwere Fahrräder waren, wurden sie ausschließlich für Down Hill Abfahrten genutzt und eigens dafür mit einem Pick up auf den Berg transportiert.

1983/1984

Die deutschen Bahnradsportler gewannen sowohl bei den Welt- als auch den Europameisterschaften jeweils 5 Goldmedaillen.

1990

Der DDR Radfahrer Verband wurde aufgelöst und in den Bund deutscher Radfahrer (BDR) integriert.

1996

Die Radsportdisziplin Mountainbiking wird olympisch.

1997

Jan Ullrich gewinnt als erster Deutscher erstmalig die Tour de France.

2004

Der Amerikaner Lance Armstrong gewinnt zum 6. Mal die Tour de France.